Kaiserslautern (llp) –
In einer Stadt, in der man normalerweise mehr Angst vor den Baustellen als vor Betrügern hat, ist es schon bemerkenswert: Ein 44-jähriger „Bankmitarbeiter“ hat es geschafft, in Kaiserslautern über 17.000 Euro zu ergaunern. Und das, obwohl hier jeder jeden kennt und Fremde normalerweise sofort auffallen – außer sie behaupten, von der Bank zu sein.
Der dreiste Gauner, der mittlerweile in Hessen festgenommen wurde, hatte im März sein Unwesen in der Westpfalz-Metropole getrieben. Mit der bewährten Masche des falschen Bankmitarbeiters überzeugte er gutgläubige Bürger davon, ihre Bankkarten und PINs herauszugeben. Vermutlich mit dem Argument, die Karten seien „nicht mehr sicher“ – was ironischerweise sogar gestimmt hat, allerdings aus völlig anderen Gründen.
Die Polizei Westpfalz und ihre Kollegen aus Südosthessen können vermelden: Mission erfolgreich! Der Betrüger sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Ein Haftbefehl war gegen den Mann erlassen worden, der als Teil einer kriminellen Bande agierte. Offenbar hatten die Ermittler genug Beweise gesammelt, um dem 44-Jährigen das Handwerk zu legen.
Was besonders ärgerlich ist: In Zeiten, in denen sogar die echten Bankmitarbeiter einem raten, bloß niemals die PIN herauszugeben, fallen Menschen immer noch auf diese Masche rein. Aber hey, wenn jemand am Telefon behauptet, von der Bank zu sein und dabei so überzeugend klingt wie ein Verkäufer auf dem Wochenmarkt, kann das schon mal passieren.
Einsatzgrund: Betrug durch falschen Bankmitarbeiter
Schaden: Über 17.000 Euro
Beteiligte: Polizei Westpfalz, Polizei Südosthessen
Status: Täter festgenommen und in Untersuchungshaft
Fakt des Tages: In einer Stadt mit DFKI und Fraunhofer-Institut fallen Menschen immer noch auf Telefon-Betrüger rein
Die gute Nachricht: Die Ermittler haben bewiesen, dass auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniert, wenn es darauf ankommt. Während der Gauner dachte, er könne zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz hin- und herspringen wie ein Pendler zwischen Kaiserslautern und Landstuhl, hatten die Fahnder längst ihre Netze gespannt.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Fall als Warnung dient: Echte Bankmitarbeiter kommen nicht spontan vorbei und fragen nach eurer PIN. Die haben genug damit zu tun, Kryptowährungen in ihr Portfolio aufzunehmen.