3. Juni 2026

Wenn „Könnten Sie bitte gehen“ zur Kampfansage wird – Verkäuferin kassiert Fausthieb statt Dankeschön

Wenn „Könnten Sie bitte gehen“ zur Kampfansage wird

Kaiserslautern (llp) – Es war einmal ein ganz normaler Samstagnachmittag (30. Mai) in einem Kaiserslauterer Geschäft in der Merkurstraße. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, und eine 47-jährige Verkäuferin dachte sich: „Heute wird bestimmt ein entspannter Tag.“ Dumm gelaufen! Denn offenbar hatte niemand der anwesenden Jugendlichen das Memo bekommen, dass Läden zum Einkaufen da sind – nicht als Trainingsgelände für zukünftige MMA-Kämpfer.

Was war passiert? Um 17 Uhr – also zu einer Zeit, in der normalerweise höchstens über den Feierabend-Einkauf philosophiert wird – bat die Verkäuferin eine Gruppe Jugendlicher höflich darum, das Geschäft zu verlassen. Ein völlig revolutionärer Gedanke, möchte man meinen. Schließlich ist es in der westpfälzischen Geschäftswelt durchaus üblich, dass Verkäuferinnen bestimmen dürfen, wer sich in ihrem Laden aufhält.

Der Einsatz: Wenn Höflichkeit zur Gefahr wird

Doch einer der etwa 14 bis 15 Jahre alten Nachwuchs-Rambos sah das offenbar anders. Statt mit einem simplen „Okay, tschüss“ zu antworten, entschied er sich für die Hardcore-Variante: Ein Schlag ins Gesicht der Frau. Danach verschwand die gesamte Truppe schneller als die Hoffnung auf pünktliche Züge in Deutschland.

Der Täter wird beschrieben als etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß, mit hellbraunen Haaren und einem hellblauen T-Shirt. Also genau so unauffällig, wie man es von jemandem erwarten würde, der glaubt, Gewalt sei eine angemessene Antwort auf eine höfliche Bitte.

Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Denn mal ehrlich: In Kaiserslautern kennt jeder jeden – und wenn nicht, dann kennt man zumindest jemanden, der jemanden kennt, der den Typen im hellblauen Shirt gesehen hat.

Exklusiv aus der Westpfalz – Lauter Wahrheiten. Meistens!

Quellen

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Die Blaulicht-Box

Einsatzgrund: Körperverletzung nach Ladenverbot

Beteiligte: Polizei Kaiserslautern, 47-jährige Verkäuferin, flüchtige Jugendliche

Status: Ermittlungen laufen, Täter flüchtig

Fakt des Tages: Offenbar ist „Könnten Sie bitte gehen“ die neue Kampfansage in der K-Town Jugendsprache

Hast du etwas gesehen? Falls dir ein Jugendlicher im hellblauen T-Shirt mit fragwürdigen Umgangsformen aufgefallen ist, melde dich bei der Polizei Kaiserslautern unter 0631 369-2150. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Stadt sicher bleibt – für Verkäuferinnen und alle anderen auch!

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