Kaiserslautern (llp) – Nach jahrelangen Verhandlungen gelang es unserer Redaktion, ein exklusives Interview mit dem dienstältesten Osterhasen der Westpfalz zu führen. Der 47-jährige Feldhase, der seit 1998 für das Verstecken von Ostereiern im Stadtgebiet zuständig ist, gewährte Einblicke in seine bewährtesten Strategien und warnt vor den häufigsten Fehlern junger Kollegen.
„Viele Anfänger machen den Fehler, dass sie nur in Büschen verstecken“, erklärt der erfahrene Osterhase während einer Pause im Japanischen Garten. „Aber die wahren Schätze liegen in der Kreativität.“ Seine Lieblingsverstecke verrät er nur unter einer Bedingung: „Die Eltern dürfen nicht mitlesen. Das hier ist streng vertraulich zwischen mir und den Kindern.“
Im Zoo Kaiserslautern hat sich der Osterhase nach eigenen Angaben bereits die besten Plätze für die Ostermontagsführungen gesichert. „Zwischen den Gehegen gibt es Ecken, da suchen die Erwachsenen nie. Besonders bei den Ziegen, da ist direkt daneben das Kiosk an dem es Weinschorle gibt, das lenkt perfekt ab.“ Auch die Gartenschau sei ein Geheimtipp: „Da sind so viele Blumenbeete, dass selbst ich manchmal vergesse, wo ich was versteckt habe.“
Besonders stolz ist der Osterhase auf seine modernen Methoden. „Geocaching ist nicht nur was für Erwachsene“, betont er. „Im Pfälzerwald habe ich ein ganzes Netzwerk von GPS-Koordinaten angelegt. Aber die verrate ich nur den Kindern, die auch mal ohne Handy draußen sind.“ Seine Routen durch den Wald seien dabei so geplant, dass Familien gleich einen ganzen Ausflug daraus machen können.
„Das Schöne am Pfälzerwald ist ja“, führt der Hase fort, „dass dort überall diese PWV-Hütten stehen. Da kann die Familie nach der Eiersuche direkt einkehren. Allerdings verstecke ich nie direkt bei den Hütten – da ist zu viel Betrieb.“
Doch nicht nur das Finden ist eine Kunst, auch das Verstecken der gefundenen Beute will gelernt sein. „Die größte Gefahr lauert in der eigenen Familie“, warnt der Osterhase eindringlich. „Väter und Geschwister sind gnadenlos. Deshalb mein Profi-Tipp: Versteckt eure Schokolade niemals im Kinderzimmer.“
Seine bewährtesten Strategien: „Der Keller ist Gold wert. Unter der Kellertreppe, hinter dem alten Fahrrad oder in leeren Schuhkartons. Erwachsene gehen nur in den Keller, wenn die Heizung kaputt ist.“ Auch das Badezimmer sei unterschätzt: „In der Wäschekammer, zwischen den Handtüchern. An Ostern wird eh nicht gewaschen! Oder ganz clever: in der Tasche von Papas alter Jacke im Kleiderschrank, die hängt da eh nur als vermeintliche Motivation in der Hoffnung, dass er da irgendwann mal wieder reinpasst.“
„Ein Wort der Warnung“, wird der Osterhase plötzlich ernst. „Versteckt eure Sachen niemals in der Nähe der Osterfeuer. Die brennen am 4. April in Rülzheim und Nussdorf, aber auch hier in der Region. Da ist schon manche Schokolade zu Schmelze geworden.“ Stattdessen empfiehlt er, die Osterfeuer als Ablenkung zu nutzen: „Während alle anderen am Feuer stehen und philosophieren, könnt ihr in Ruhe alles aufessen. Dann dauert es auch nicht mehr so lange, bis ihr wieder nach Hause fahren müsst. Es sitzt sich doch angenehmer auf der heimische Toilette, als im Wald zwischen den Bäumen!“
„Falls ihr erwischt werdet“, grinst der Osterhase, „dann spielt unwissend. Sagt einfach: ‚Das hat bestimmt der Osterhase vergessen.‘ Funktioniert in 90 Prozent der Fälle.“ Seine erfolgreichste Langzeitstrategie sei jedoch eine andere: „Legt immer ein paar Köder-Verstecke an. Versteckt billige Süßigkeiten so, dass sie gefunden werden. Dann denken alle, sie hätten alles entdeckt.“
Auf die Frage nach seinem Lieblingsplatz in Kaiserslautern antwortet der Hase ohne zu zögern: „Der Humbergturm. Da kommt keiner hin, der nicht wirklich will. Und der Ausblick ist perfekt, um die Konkurrenz im Auge zu behalten.“
Der wahre Kern: In der Region Kaiserslautern finden tatsächlich zahlreiche Osteraktivitäten statt, darunter Eiersuchaktionen im Zoo, Veranstaltungen in der Gartenschau, Geocaching-Touren im Pfälzerwald und Osterfeuer in verschiedenen Gemeinden. Das Plopsaland in Haßloch bietet bis zum 12. April spezielle Osterevents.
Die Satire-Einordnung: Das Interview mit dem Osterhasen ist selbstverständlich frei erfunden. Die Verstecktipps stammen aus der kreativen Feder unserer Redaktion, auch wenn sie durchaus praktikabel sind. Echte Osterhasen geben bekanntlich keine Interviews und halten ihre Geheimnisse streng unter Verschluss.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Ostereier-Verstecke sind die Eltern zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)