Kaiserslautern (llp) – Stellen Sie sich vor, die Kreisverwaltung Kaiserslautern hätte beschlossen, eine Parallel-Universität zu gründen – nicht für Maschinenbau oder Informatik, sondern für das Studium der professionellen Panik. Das Curriculum besteht aus einem einzigen, aber dafür umso wichtigeren Lehrbuch: der Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. 52.000 Exemplare werden an die Haushalte der Region verteilt, als würde die Verwaltung jedem Bürger ein persönliches Überlebens-Diplom überreichen.
Man könnte diese Aktion auch als das größte Direktmarketing-Projekt der lokalen Geschichte betrachten. Während andere Unternehmen Werbeprospekte für Pizzadienste oder Baumarkt-Angebote verteilen, verschickt die Kreisverwaltung eine Art „Bedienungsanleitung für den Weltuntergang“ – kostenfrei und unverlangt. Es ist, als würde die Behörde sagen: „Hier ist Ihr persönlicher Notfallplan. Bitte lesen Sie ihn, bevor die nächste Naturkatastrophe anklopft.“
Die Broschüre enthält praktische Tipps für Situationen, die früher nur in Hollywood-Filmen vorkamen: Stromausfälle, extreme Wetterereignisse und andere moderne Lebenslagen. In der Westpfalz, wo bislang die größte Krise darin bestand, dass die Schorle zu warm war oder der FCK mal wieder verloren hat, wird nun systematisch auf den „worst case“ vorbereitet. Es ist die bürokratische Antwort auf eine Welt, in der das Wetter offenbar vergessen hat, sich an die Jahreszeiten zu halten.
Besonders charmant ist die Timing-Strategie der Verwaltung: Die Verteilung erfolgt nach Ostern, also genau dann, wenn die Menschen eigentlich über Auferstehung und Neubeginn nachdenken sollten, nicht über Katastrophenszenarien. Aber vielleicht ist das der perfekte psychologische Moment: Nach den Feiertagen ist man entspannt genug, um sich Gedanken über Notvorräte zu machen, ohne gleich in Panik zu verfallen.
Die Kreisverwaltung hat erkannt, dass die Häufigkeit extremer Wetterereignisse zugenommen hat und individuelle Vorbereitung wichtiger denn je ist. Gleichzeitig werden die lokalen Katastrophenschutzsysteme verstärkt. Es ist, als würde die Region ein gigantisches Immunsystem aufbauen – mit 52.000 kleinen Antikörpern in Form von informierten Bürgern.
Für alle, die nicht warten möchten, bis der Postbote mit der Überlebens-Lektüre vor der Tür steht: Die Broschüre liegt bereits in der Kreisverwaltung zur Abholung bereit oder kann online heruntergeladen werden. Es ist sozusagen das erste Mal, dass eine Behörde aktiv dazu aufruft, sich auf ihr mögliches Versagen vorzubereiten – und das mit 52.000 gedruckten Beweisen dafür, dass Transparenz und Vorsorge Hand in Hand gehen können.
Der wahre Kern: Die Kreisverwaltung Kaiserslautern verteilt tatsächlich etwa 52.000 Exemplare der Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ an die Haushalte der Region. Die Verteilung beginnt nach Ostern und die Broschüre enthält wichtige Informationen zur Vorbereitung auf Naturkatastrophen, Stromausfälle und andere Krisensituationen.
Satire-Einordnung: Die Beschreibung als „Parallel-Universität“ und „Direktmarketing für den Weltuntergang“ ist natürlich satirisch überzogen. Die Kreisverwaltung betreibt eine seriöse Präventionsarbeit, die angesichts zunehmender Extremwetterereignisse durchaus sinnvoll ist. Die harten Fakten finden Sie in der Quellenangabe.
Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden über die Straßenreinigungssatzung ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)
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