Pirmasens (llp) – Nach dem geplanten Vortrag „Einstieg in soziale Berufe“ am 22. April im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit wird die Behörde ab Mai erstmals auch einen Orientierungskurs zu „asozialen Berufen“ anbieten. Grund sei die überraschend hohe Nachfrage von Jugendlichen, die explizit nach Berufen fragten, in denen sie möglichst wenig mit anderen Menschen zu tun haben müssen.
„Wir haben festgestellt, dass viele junge Menschen zwar eine berufliche Perspektive suchen, aber keinesfalls anderen helfen wollen“, erklärte ein Sprecher der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Während es bei dem ursprünglich für 90 Minuten geplante Vortrag hauptsächlich über Altenpflege, Sozialarbeit und Erziehungsberufe gehen soll, häufen sich immer mehr Nachfragen zu Berufen, die das genaue Gegenteil erfordern.
Besonders gefragt waren dabei Tätigkeiten wie „Professioneller Nachbarschaftsstreit-Anheizer“, der besonders bei Rechtsanwaltskanzleien zum Einsatz komme oder „Fachkraft für Call-Center Abo-Fallen Verkäufer“. Eine 17-jährige Teilnehmerin aus Zweibrücken soll dem Berufsberater gegenüber erklärt haben, sie wolle „endlich einen Job, bei dem ich niemandem dankbar sein muss“.
Der neue Kurs „Einstieg in asoziale Berufe“ wird laut internen Dokumenten folgende Berufsbilder vorstellen: „Sachbearbeiter für grundlose Ablehnungen“, „Experte für verspätete Antworten auf dringende E-Mails“ sowie „Spezialist für das Blockieren von Anträgen im öffentlichen Dienst“. Als Zugangsvoraussetzung gilt ausschließlich die nachgewiesene Unfähigkeit zur Empathie sowie ein Zertifikat über mindestens zehn erfolgreich sabotierte Gruppenprojekte.
Experten für Arbeitsmarktentwicklung zeigen sich beunruhigt über den Trend. „Eigentlich sollten junge Menschen lernen, wie man anderen hilft. Stattdessen wollen sie systematisch trainieren, wie man anderen das Leben schwer macht“, so ein Arbeitspsychologe aus Landau.
Trotz der kontroversen Thematik ist der Harndrang …ähm… Andrang groß. Bereits 24 Stunden nach der ersten Ankündigung waren alle 15 Plätze vergeben. Auf der Warteliste stehen aktuell 127 Interessenten, darunter auffällig viele Abiturienten, die angaben, „endlich ehrlich sein zu können“ bezüglich ihrer Berufswünsche.
Ein Mitarbeiter der Agentur bestätigte, dass man bereits über einen Aufbaukurs nachdenke. Titel: „Master Class im professionellen Desinteresse – Wie werde ich Sachbearbeiter beim Amt?“
Der kostenlose Orientierungsabend findet am 15. Mai um 18:00 Uhr im BiZ Pirmasens statt. Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings wird empfohlen, pünktlich zu spät zu kommen.
Der wahre Kern: Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens bietet tatsächlich am 22. April 2026 einen kostenlosen Vortrag zum Thema „Einstieg in soziale Berufe“ im BiZ Pirmasens an. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte, die mehr über Karrierewege in sozialen Berufen erfahren möchten.
Die Satire-Einordnung: Der Kurs zu „asozialen Berufen“, die erfundenen Berufsbilder wie „Professioneller Nachbarschaftsstreit-Anheizer“ und die Zitate von Teilnehmern sind rein satirisch und frei erfunden. Die echte Agentur für Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit seriöser Berufsorientierung.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Berufsorientierung ist die Agentur für Arbeit zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (llp)