Kaiserslautern (llp) – Ein Beben erschüttert die Kulturszene der Westpfalz! Was jetzt ans Licht kommt, ist unfassbar: Ein renommierter Bühnenautor erhebt schwere Vorwürfe gegen das Pfalztheater. Der Grund? Seine Werke werden angeblich systematisch nur dann gespielt, wenn garantiert niemand zuschaut!
Dr. Waldemar Federschreiber (62), Autor von mittlerweile 47 Bühnenstücken, kann es nicht mehr fassen. „Das ist eine gezielte Sabotage meiner Karriere!“, explodiert der Dramaturg am Telefon. „Meine Aufführungen finden ausschließlich an Montagen um 14:30 Uhr statt, bei Dauerregen und zeitgleich mit dem Champions League-Finale!“
Tatsächlich bestätigen interne Dokumente aus dem Theater: Federschreibers Stück „Die Melancholie des Betzenbergs“ wurde bisher siebenmal aufgeführt – immer dann, wenn die halbe Stadt beim Zahnarzt war oder gerade die Müllabfuhr durch die Innenstadt donnerte.
Eine anonyme Quelle aus dem Pfalztheater bestätigt die Vorwürfe: „Der Intendant führt tatsächlich eine Art Geheim-Kalender. Sobald Federschreiber ein neues Stück einreicht, checkt er die Schulferien, Volksfeste und sogar die Pollenflug-Vorhersage. Das Stück kommt dann genau dann auf die Bühne, wenn selbst die Stammgäste lieber zu Hause bleiben.“
Besonders perfide: Die Premiere von „Schmerz im Pfälzerwald“ wurde auf den 24. Dezember um 18 Uhr gelegt. „Wer geht denn bitte am Heiligabend ins Theater?“, fragt sich Federschreiber verzweifelt. „Selbst meine eigene Mutter hat abgesagt – wegen des Weihnachtsessens!“
Mittlerweile schaltet sich sogar die Landespolitik ein. „Wenn diese Vorwürfe stimmen, handelt es sich um systematisches Theater-Mobbing“, erklärt eine Sprecherin des Kulturministeriums. „Kunst darf nicht davon abhängen, ob gerade Spargelzeit ist oder der FSV Kaiserslautern gegen den VFL Kaiserslautern spielt.“
Der beschuldigte Intendant weist alle Vorwürfe von sich: „Herr Federschreiber schreibt halt sehr … nischige Stücke. Sein Drama über die existenzielle Krise eines Kreisverkehrs spricht eben nicht jeden an.“
Federschreiber lässt sich nicht beirren und droht nun mit den härtesten Konsequenzen: „Falls sich nichts ändert, wechsle ich zum Nationaltheater Mannheim. Dort schätzt man wahre Kunst!“ Seine Forderung: Mindestens eine Aufführung zu einer Zeit, zu der normal denkende Menschen wach und verfügbar sind.
Das Pfalztheater kündigte für kommende Woche ein Krisengespräch an. Ob dabei auch Federschreibers neuestes Werk „Die Tränen der Pariser Straße“ zur Sprache kommt, steht noch in den Sternen – genau wie dessen Aufführungstermin.
Der wahre Kern: Das Pfalztheater Kaiserslautern führt regelmäßig verschiedene Stücke unterschiedlicher Autoren auf, wobei die Spielzeiten und Termine nach verschiedenen dramaturgischen und praktischen Gesichtspunkten geplant werden.
Die Satire-Einordnung: Die Figur des Dr. Waldemar Federschreiber, seine Beschwerden über gezielte Terminierung zu ungünstigen Zeiten, die angeblichen Geheim-Protokolle des Intendanten und die dramatischen Zitate sind rein satirisch und frei erfunden. Auch die erwähnten Stücktitel und die Verschwörungstheorien rund um die Spielplan-Gestaltung entspringen allein der Fantasie.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)