Kaiserslautern (llp) – Es gibt Tage, da läuft eine einfache Verkehrskontrolle auf der A6 ab wie ein gut geöltes Uhrwerk. Und dann gibt es Tage wie den 6. Mai, an dem die Kollegen der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern einen 68-jährigen Mercedes-Fahrer aus dem Verkehr ziehen mussten, der offenbar seit 2024 ein sehr entspanntes Verhältnis zu den Grundlagen des Straßenverkehrs pflegt.
Was als routinemäßige Kontrolle auf der BAB 6 begann, entwickelte sich schnell zu einem kleinen Lehrstück in Sachen „Was man als Autofahrer so alles vergessen kann“. Der 68-Jährige aus dem Stadtgebiet Kaiserslautern war nicht nur ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs – ein Zustand, der bereits seit 2024 anhält –, sondern hatte auch gleich noch auf den Versicherungsschutz für seinen Mercedes verzichtet. Quasi die Vollausstattung des modernen Verkehrssünders.
Die Beamten der Autobahnstation zeigten Interesse an den kreativen Sparmaßnahmen des Seniors und beendeten seine Fahrt umgehend. Statt weiter Richtung unbekanntem Ziel zu düsen, durfte der Mann zu Fuß seine Reise fortsetzen – allerdings nicht ohne vorher ein Strafverfahren am Hals zu haben.
Besonders bemerkenswert: Der Fahrer schaffte es immerhin zwei Jahre lang, ohne die lästigen Formalien wie Führerschein und Versicherung durch die Westpfalz zu navigieren. Eine Leistung, die durchaus Respekt verdient – wenn auch nicht vor dem Gesetz.
Die Autobahnpolizei erinnert daran, dass sowohl Führerschein als auch Versicherungsschutz keine optionalen Extras sind, sondern zur Grundausstattung jedes Kraftfahrzeugs gehören. Auch wenn die Westpfälzer für ihre Bodenständigkeit bekannt sind – bei manchen Dingen sollte man doch nicht ganz so entspannt sein.
Exklusiv aus der Westpfalz – Lauter Wahrheiten. Meistens!
Einsatzgrund: Verkehrskontrolle auf der A6
Beteiligte: Polizeiautobahnstation Kaiserslautern
Status: Fahrt beendet, Strafverfahren eingeleitet
Fakt des Tages: Zwei Jahre ohne Führerschein – da hat jemand das Konzept „Erfahrung ersetzt Papier“ wohl etwas zu wörtlich genommen