Kaiserslautern (llp) – Es begann mit zwanzig Bäumen auf der Abschussliste – und endete, wie es in dieser Stadt eben oft endet: mit etwas mehr als ursprünglich geplant.
Hinter dem VfR-Gelände, eingeklemmt zwischen Kniebrech und Kantstraße, liegt ein städtisches Flurstück am Erbsenberg, das in diesen Tagen etwas lichter wirkt als noch vor ein paar Wochen. Der Grund ist so nüchtern wie er klingt: Verkehrssicherung. Die Deutsche Bahn – bundesweit bekannt für pünktliche Züge und spontane Streckensperrungen – hatte auf dem Hang oberhalb ihrer Gleise insgesamt zwanzig Bäume als potenzielle Gefährdung für den Bahnbetrieb identifiziert. Bäume, die im Falle eines Sturzes auf die darunter verlaufende Bahnstrecke kippen könnten. Ein nachvollziehbares Anliegen, gewiss. Die Bahn liebt ihre Gleise. Und niemand in der Westpfalz möchte, dass der nächste Regional-Express wegen eines umgestürzten Ahorns zwei Stunden in Richtung Neustadt wartet – zumal er das auch ohne Baum schon tut.
Was dann folgte, überraschte selbst geübte Beobachter des städtischen Gebäudes-und-Gelände-Managements: Am Ende des Fällens waren es mehr Bäume als die ursprünglich anvisierten zwanzig. Wie das passiert? Die Stadt spricht – pflichtgemäß und mit der ihr eigenen Behörden-Präzision – von einer notwendigen Erweiterung der Maßnahme im Zuge der Vor-Ort-Begehung. Auf Deutsch: Man war schon mal da, hatte die Säge dabei und hat dann noch den ein oder anderen Kandidaten mitgenommen, der ebenfalls nicht mehr ganz standsicher wirkte. Pragmatismus, wie er im Pfälzerwald gelehrt wird. Oder zumindest zwischen Kniebrech und Kantstraße.
Für die Anwohner und Spaziergänger, die den Hang oberhalb des VfR-Geländes als grüne Lunge schätzen, ist die Angelegenheit natürlich von einer etwas anderen Natur. Ein Baum, der fällt, macht Lärm. Zwanzig Bäume, die fallen, machen eine Schlagzeile. Und noch ein paar mehr machen einen Artikel auf LauternLife. Grundsätzlich gilt: Wer auf einem Hang über einer Bahnstrecke steht, der lebt nach den Regeln der Deutschen Bahn – und die sind, was Sicherheitsabstände angeht, bekanntermaßen großzügig bemessen. Die Stadt Kaiserslautern als Eigentümerin des Flurstücks hat die Fällarbeiten veranlasst und betont, die Maßnahme sei rechtlich geprüft und naturschutzrechtlich begleitet worden. Alla gut, könnte man sagen – wenn da nicht das mulmige Gefühl wäre, dass aus „ein paar mehr als zwanzig“ beim nächsten Sturm vielleicht „noch ein paar mehr“ werden.
Exklusiv aus der Westpfalz – Lauter Wahrheiten. Meistens!
Der wahre Kern: Am Erbsenberg in Kaiserslautern wurden auf einem städtischen Flurstück hinter dem VfR-Gelände (zwischen Kniebrech und Kantstraße) Bäume gefällt. Auslöser war eine Verkehrssicherungsmaßnahme: Die Deutsche Bahn hatte zunächst rund 20 Bäume als Gefährdung für die darunter verlaufende Bahnstrecke eingestuft. Im Verlauf der Maßnahme wurden letztlich mehr Bäume gefällt als ursprünglich vorgesehen.
Die Satire-Einordnung: Die ironischen Kommentare über Deutschen-Bahn-Pünktlichkeit, behördliche Säge-Logistik und pfälzischen Pragmatismus sind rein satirischer Natur und frei erfunden. Zitate wurden nicht getätigt. LauternLife nimmt das Thema Verkehrssicherung ernst – den Rest nehmen wir auf die Schippe.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden wende dich an die zuständigen Behörden der Stadt Kaiserslautern, für den Humor ausschließlich an LauternLife. (lal)