Kaiserslautern (llp) – Es war ein ganz normaler Dienstagmittag in der Kaiserslauterer Innenstadt. Die Sonne schien, die Fußgängerzone summte vor sommerlichem Leben – und irgendwo zwischen Parfüm-Regal und Lippenstift-Display bahnte sich eine Aktion an, die man in ihrer logistischen Kühnheit durchaus bewundern müsste. Täte man es nicht besser lassen.
Am Dienstag, den 21. Juli, gegen den frühen Nachmittag, schlug das Schicksal in einer Parfümerie in der Innenstadt zu – zumindest für zwei Mädchen im Alter von elf und zwölf Jahren. Das Personal der Parfümerie erwischte die beiden auf frischer Tat. Soweit, so klassisch.
Der eigentliche Aha-Moment kam, als die Polizeidirektion Kaiserslautern einen genaueren Blick auf das Gepäck der beiden warf: zwei prall gefüllte Tüten, vollgepackt mit Kosmetikartikeln und weiteren kleinen Gegenständen. Und das Beste daran – die Ware stammte nicht nur aus der Parfümerie, sondern, wie die Ermittlungen ergaben, aus gleich mehreren Drogeriemärkten sowie einem Geschenkeladen in der Innenstadt.
Die Innenstadt also nicht als Shopping-Tour, sondern als Multi-Stop-Beschaffungsrunde. Logistisch durchaus durchdacht – bis zur letzten Station.
Die Polizei sicherstellte die Beute vollständig. Die beiden Mädchen, die aufgrund ihres Alters strafunmündig sind, wurden anschließend in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. Was in diesem Gespräch daheim dann folgte, liegt außerhalb der polizeilichen Zuständigkeit – und wohl auch jenseits dessen, was man sich gerne vorstellt.
Der Fall landet nun – mangels Strafmündigkeit – weder bei der Staatsanwaltschaft noch im Gerichtssaal. Er landet vor allem in der Erinnerung der betroffenen Ladeninhaber und in der Statistik der Polizeidirektion Kaiserslautern. Und jetzt hier, bei LauternLife. Damit auch die Westpfalz Bescheid weiß.
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