Kaiserslautern (llp) – Ein 48-jähriger Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern hat am vergangenen Sonntagnachmittag auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Carl-Euler-Straße eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Mobilität nicht zwingend an das Vorhandensein eines funktionierenden Fluchtplans gebunden ist. Die Ermittlungen dauern an. Das Fahrzeug steht noch.
Gegen 15.40 Uhr touchierte der Fahrer beim Ausparken ein fremdes Fahrzeug. Dies wäre unter gewöhnlichen Umständen ein alltäglicher Vorgang mit überschaubaren Konsequenzen gewesen. Die Umstände waren jedoch nicht gewöhnlich. Ein Atemtest, den die Polizeidirektion Kaiserslautern kurz darauf an dem Mann durchführte, ergab einen Wert von 3,55 Promille – ein Messergebnis, das Fachleute aus dem Bereich der Verkehrsmedizin laut exklusiv vorliegenden Einschätzungen als „deutlich über dem Bereich des Freizeitsporttrinkers“ einordnen.
Die 51-jährige Fahrerin des beschädigten Wagens sprach den Unfallverursacher unmittelbar an. Sie beabsichtigte, auf dem üblichen Wege Personalien auszutauschen und die Schadensregulierung einzuleiten. Was folgte, übersteigt nach Einschätzung mehrerer Parkplatz-Zeugen das Standardprozedere einer Unfallaufnahme erheblich.
Als die 51-Jährige erkannte, dass der Unfallfahrer in einem Zustand war, der jeden weiteren Fahrzeugbetrieb zur unmittelbaren Gefahr für die Allgemeinheit gemacht hätte, handelte sie gemeinsam mit ihrem Beifahrer konsequent: Sie nahm dem Mann die Autoschlüssel ab. Ohne Formular. Ohne Amtsblatt. Ohne dreiwöchige Bearbeitungszeit.
„Wir nennen das Bürgerkompetenz in Reinform“, erklärte ein namentlich nicht genannter Sprecher, der auf dem Parkplatz stand und nach eigenen Angaben gerade seinen Wochenendeinkauf abwickelte. „Die Dame hat in Sekunden das getan, wofür normalerweise ein mehrseitiger Verwaltungsvorgang erforderlich wäre.“
Parallel dazu verständigte die 51-Jährige die Polizei. Der 48-Jährige nutzte die Wartezeit produktiv und entfernte sich zu Fuß vom Unfallort – ohne Personalien zu hinterlassen, ohne Schlüssel, ohne erkennbares Ziel.
Die eintreffende Streife der Polizeidirektion Kaiserslautern leitete umgehend eine Suche in der näheren Umgebung ein. Der 48-Jährige wurde gestellt. Interne Quellen berichten, dass die Suche überschaubar lang dauerte. Ein Promillewert von 3,55 ist – so viel lässt sich ohne medizinisches Fachstudium festhalten – kein verlässlicher Verbündeter bei der Optimierung von Fluchtrouten.
Der anschließende Atemtest bestätigte den Verdacht mit numerischer Präzision. Der Mann wurde zur Blutprobe auf die Dienststelle verbracht. Führerschein und Fahrzeugschlüssel – den er zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr besaß – wurden sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
„3,55 Promille entsprechen in der westpfälzischen Dubbeglas-Tradition in etwa dem Inhalt eines sehr geselligen Nachmittags“, erläuterte ein nicht näher identifizierter Experte für regionale Trinkkultur, der auf Anfrage dieser Redaktion telefonisch nicht zu erreichen war. Sein schriftliches Statement lautete: „Kein Kommentar, aber ich kenne den Mann nicht.“
Der 48-jährige Fahrer aus dem Landkreis sieht sich nun mit Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie dem Verlust seines Führerscheins konfrontiert. Das beschädigte Fahrzeug der 51-Jährigen steht im Raum. Die Personalien liegen der Polizei vor. Der Supermarkt hat seinen Betrieb unbeirrt fortgesetzt.
Die Frage, was der Mann ursprünglich im Supermarkt einkaufen wollte, ist Gegenstand laufender redaktionsinterner Spekulation und wird in einem gesonderten Beitrag nicht behandelt werden.
Exklusiv aus der Westpfalz – Lauter Wahrheiten. Meistens!
Der wahre Kern: Am Sonntag, dem 6. September, ereignete sich gegen 15.40 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Carl-Euler-Straße in Kaiserslautern ein Unfall beim Ausparken. Ein 48-jähriger Mann aus dem Landkreis touchierte ein geparktes Fahrzeug. Die Fahrerin des beschädigten Autos nahm dem sichtlich alkoholisierten Verursacher gemeinsam mit ihrem Beifahrer die Autoschlüssel ab und rief die Polizei. Der Mann entfernte sich zu Fuß, wurde von der Polizei in der Umgebung gestellt und blies 3,55 Promille. Führerschein und Schlüssel wurden einbehalten, eine Blutprobe wurde angeordnet. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Polizeidirektion Kaiserslautern an.
Die Satire-Einordnung: Sämtliche Zitate in diesem Beitrag – einschließlich der Aussagen des „Parkplatz-Zeugen“, des „Experten für regionale Trinkkultur“ sowie aller namentlich nicht genannten Sprecher – sind frei erfunden und dienen ausschließlich der satirischen Darstellung des Vorgangs. Die Einordnung des Atemtest-Wertes in pfälzische Trinktraditionen ist journalistische Überspitzung, keine medizinische Auskunft.
Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Unfallmeldungen ist die Polizeidirektion Kaiserslautern zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)