Kaiserslautern (llp) – Nachdem der 1. FC Kaiserslautern mit der dritten Pleite in Serie weiter in die Krise schlittert, liegen LauternLife nun die vertraulichen Trainingspläne für die kommenden Wochen vor. Ab Montag wird das tägliche Training um eine neue Einheit erweitert: ‚Ausreden-Training‘ steht künftig fest im Programm.
Nach internen Angaben aus dem Trainerstab soll die neue Trainingseinheit täglich 45 Minuten dauern und zwischen dem klassischen Torschusstraining und den Konditionsläufen stattfinden. ‚Wir haben erkannt, dass unsere Spieler zwar körperlich fit sind, aber bei der Begründung von Niederlagen noch Nachholbedarf haben.‘
Die Trainingseinheit gliedert sich in drei Phasen: Zunächst werden Standard-Ausreden wie ‚Der Platz war schlecht‘ und ‚Der Schiedsrichter war gegen uns‘ in Einzelarbeit geübt. Anschließend folgen komplexere Rechtfertigungsstrategien im Gruppentraining, etwa die Kombination aus Wetterbedingungen und taktischen Umstellungen des Gegners. Den Abschluss bildet das Freistil-Training, bei dem kreative Ausreden ohne Zeitlimit entwickelt werden.
Der Inhaber des Lehrstuhls für angewandte Niederlagen-Psychologie an der RPTU, Professor Dr. Hannes Betzenberger, sieht in dem neuen Trainingskonzept großes Potenzial: ‚Während andere Vereine noch auf veraltete Methoden wie Ballbesitz und Chancenverwertung setzen, geht der FCK den Weg der Moderne. Wer perfekt erklären kann, warum er verloren hat, steht mental bereits als Sieger da.‘
Besonders vielversprechend sei der Ansatz, verschiedene Ausreden-Formationen zu trainieren. So könne bei Heimpleiten die klassische 4-2-3-1-Formation angewandt werden: Vier wetterbedingte Faktoren, zwei schiedsrichterliche Fehlentscheidungen, drei taktische Überraschungen des Gegners und ein verletzungsbedingter Ausfall. Bei Auswärtspleiten komme hingegen die offensive 3-4-3-Aufstellung zum Einsatz mit drei Platz-Kritikpunkten, vier organisatorischen Problemen und drei Fan-bezogenen Störfaktoren.
Erste Testläufe der neuen Trainingsmethode sollen bereits erfolgreich FCK-Fans durchgeführt worden sein, die im Hannenfass die Auswärtspartie gegen Dresden verfolgt haben. Ein Insider aus der Fanszene, der anonym bleiben will, berichtete: ‚Die Jungs haben nach der letzten Pleite so überzeugend argumentiert, dass wir kurzzeitig vergessen haben, dass wir verloren haben. Das ist eine völlig neue Qualität der Krisenbewältigung.‘
Für die kommende Saison plant der Verein bereits eine Erweiterung des Konzepts. Geplant sind spezialisierte Workshops für Pressekonferenzen, ein Masterstudiengang ‚Begründungsmanagement‘ in Kooperation mit der RPTU und die Einrichtung einer eigenen Ausreden-Akademie im Nachwuchsbereich. Langfristig soll Kaiserslautern damit zur deutschen Hauptstadt der professionellen Niederlagen-Kommunikation werden.
Der wahre Kern: Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich nach drei Niederlagen in Serie tatsächlich in einer sportlichen Krise, wie von der Saarbrücker Zeitung berichtet.
Die Satire-Einordnung: Die Einführung einer Trainingseinheit ‚Ausreden‘, alle Zitate von Vereinssprechern, Professoren und Insidern sowie die beschriebenen Trainingspläne und Zukunftsvisionen sind rein satirisch und frei erfunden. Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)