2. Juni 2026

Philip Morris startet eigene Gesundheitsstudie in der Westpfalz: Was kommt als nächstes? – Macht McDonald’s eine Studie über gesunde Ernährung?

Kaiserslautern (llp) – Der Tabakkonzern Philip Morris hat eine eigene Lebensqualitätsstudie-Interpretation für Gemeinden im Landkreis Kaiserslautern vorgestellt, die zu völlig anderen Ergebnissen kommt als das Institut der deutschen Wirtschaft. Während das IW Kollweiler als eine der am schlechtesten bewerteten Gemeinden einstufte, erhielt der Ort von Philip Morris die Höchstwertung in der Kategorie „rauchfreundliche Infrastruktur“.

Überraschende Bewertungskriterien sorgen für Verwirrung

Die Philip Morris-Studie bewertet insgesamt 10.817 Gemeinden nach völlig neuen Maßstäben. „Wir haben erkannt, dass bisherige Studien wichtige Faktoren übersehen haben“, erklärte Dr. Marlene Zigarillo, Leiterin der Abteilung für Gesundheitsforschung bei Philip Morris. In der Kategorie „Gesundheit“ fließen nun Parameter wie „Anzahl der Zigarettenautomaten pro Einwohner“ und „Verfügbarkeit von Feuerzeug-Tankstellen“ ein.

Besonders innovativ zeigt sich die Bewertung der Kategorie „Bildung“. Hier werden Punkte für Schulen vergeben, die „Raucherecken für das Lehrpersonal“ eingerichtet haben. Otterbach, das in der IW-Studie noch positiv bewertet wurde, verliert bei Philip Morris deutlich an Boden, da die Gemeinde konsequent rauchfreie Schulhöfe durchsetzt.

Mobilität neu definiert: E-Zigaretten-Ladestationen als Zukunftsvision

In der Kategorie „Mobilität“ überrascht Philip Morris mit einer wegweisenden Neudefinition. „Wir bewerten nicht mehr nur Busverbindungen und Radwege“, so Studienleiterin Zigarillo. „Entscheidend ist die Dichte von überdachten Raucherzonen an Haltestellen und die Installierung von E-Zigaretten-Ladestationen für den modernen Pendler.“ Kollweiler punktet hier mit einer „innovativen Bushaltestelle“, die über integrierte Aschenbecher und Windschutz verfügt.

Die Kategorie „Digital“ berücksichtigt erstmals Apps zur Zigarettenverfolgung und Online-Plattformen für den Tabakhandel. „Die Digitalisierung des Rauchens ist ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor“, betont die Philip Morris-Forscherin.

Freizeitaktivitäten: Rauchen als Sport anerkannt

Revolutionär zeigt sich auch die Bewertung der Freizeit-Infrastruktur. Gemeinden erhalten Bonuspunkte für „Zigarettenpausen-freundliche Wanderwege“ im Pfälzerwald und „Outdoor-Smoking-Areas“ bei Sportveranstaltungen. „Wer sagt denn, dass frische Luft und Tabakgenuss sich ausschließen?“, fragt Dr. Zigarillo rhetorisch.

Ein Sprecher der Stadtverwaltung Kaiserslautern zeigte sich „überrascht von den innovativen Bewertungskriterien“ und kündigte an, die Ergebnisse „sehr ernst zu nehmen“. Man prüfe bereits die Installation von „Wellness-Raucherkabinen“ in der Fußgängerzone, um im nächsten Philip Morris-Ranking besser abzuschneiden.

Experten warnen vor Interessenskonflikt

Professor Dr. Günter Lungenfrei vom Institut für Präventionsmedizin äußerte sich kritisch: „Es ist bemerkenswert, wenn ausgerechnet ein Tabakkonzern Gesundheitsparameter definiert. Das ist so, als würde McDonald’s eine Studie über gesunde Ernährung in Schulkantinen durchführen.“

Die Philip Morris-Studie soll künftig jährlich erscheinen. Für 2027 ist bereits eine Erweiterung um die Kategorie „Nikotin-Wellness“ geplant, in der Gemeinden für „Entspannungszonen mit Tabak-Aromatherapie“ bewertet werden.

Quellen

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Die Fakten-Box: Was an dieser Meldung aus der Westpfalz wirklich wahr ist

Der wahre Kern: Das Institut der deutschen Wirtschaft hat tatsächlich eine Studie zur Lebensqualität in deutschen Gemeinden durchgeführt, bei der 10.817 Kommunen in Kategorien wie Bildung, Gesundheit und Mobilität bewertet wurden. Orte wie Otterbach schnitten positiv ab, während Kollweiler zu den schlechter bewerteten Gemeinden gehört.

Die Satire-Einordnung: Philip Morris hat keine eigene Lebensqualitätsstudie durchgeführt. Alle Zitate, Bewertungskriterien und die Expertin „Dr. Marlene Zigarillo“ sind frei erfunden. Die absurden Kategorien wie „rauchfreundliche Mobilität“ und „Zigarettenpausen-freundliche Wanderwege“ sind satirische Übertreibungen.

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