Kaiserslautern (llp) – Das Arbeits- und sozialpädagogische Zentrum (ASZ) hat für den 9. Mai ein Stadtteilfest im Stadtpark angekündigt, bei dem neben der obligatorischen Bratwurst auch die „digitale Alphabetisierung der Senioren“ auf dem Programm steht. Nach internen Dokumenten soll die Veranstaltung von 12 bis 18 Uhr als Feldversuch für die flächendeckende Smartphone-Schulung der Rentnerschaft dienen.
„Wir haben einen speziellen Quiz-Parcours entwickelt, bei dem die Teilnehmer für korrekte Antworten belohnt werden“, bestätigt ein Sprecher des ASZ auf Anfrage. Das System erinnere stark an moderne Gamification-Strategien aus der Verhaltenspsychologie. Experten zeigen sich besorgt über die Konditionierung der Bevölkerung durch ein kommunales Belohnungssystem.
Parallel dazu würden Senioren gezielt an Informationsständen abgefangen und in „Hilfe bei digitalen Medien“ eingewiesen. „Das ist kein normaler Stadtteilnachmittag mehr, sondern ein systematisches Umerziehungsprogramm“, warnt der selbsternannte Digitalverweigerer Klaus-Dieter Mühlbach aus der Pariser Straße.
Als besonders raffiniert gilt die Integration einer Pflanzentauschbörse in das Konzept. „Während die Leute ihre Geranien tauschen, werden sie unmerklich in digitale Abhängigkeiten gelockt“, so eine interne Quelle. Das ASZ habe damit eine Methode entwickelt, selbst hartgesottene Hobbygärtner zur Smartphone-Nutzung zu bewegen.
Die Veranstaltung wird durch Live-Musik begleitet, die nach Angaben der Organisatoren „familienfreundlich“ sei. Insider berichten jedoch von einem ausgeklügelten Sound-Design, das die Konzentrationsfähigkeit beim Digital-Training optimieren soll.
Besonders perfide: Nach dem offiziellen Festende sollen die Besucher zur „gemeinschaftlichen Aufräumaktion“ motiviert werden. Experten interpretieren dies als finalen Baustein der sozialen Konditionierung. „Erst die digitale Umerziehung, dann die kollektive Arbeit – das kennen wir aus dystopischen Romanen“, so Kulturkritiker Dr. Hermann Besserwisser von der Universität.
Ein Sprecher der Stadtverwaltung wollte die Vorwürfe weder bestätigen noch dementieren und verwies lediglich darauf, dass „Gemeinschaftsgefühl und Nachbarschaft gestärkt werden sollen“.
Der wahre Kern: Am 9. Mai findet tatsächlich ein Stadtteilfest der Innenstadt-West im Stadtpark statt, organisiert vom Arbeits- und sozialpädagogischen Zentrum. Es gibt einen Quiz-Parcours, Hilfe für Senioren bei digitalen Medien, Pflanzentausch und Live-Musik.
Die Satire-Einordnung: Die Interpretationen als „Umerziehungsprogramm“, die erfundenen Experten-Zitate und die dystopischen Deutungen sind rein satirisch. Das ASZ organisiert ein harmloses, familienfreundliches Stadtteilfest zur Stärkung der Nachbarschaft.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)