Kaiserslautern (llp) – Es gibt Städte, da streitet man sich beim Grillen leise. Und dann gibt es Kaiserslautern. Am Pfaffplatz, einer jener Kreuzungen, an denen sich Pariser Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße die Hand geben, war der Sonntagsnachmittag alles andere als beschaulich. Während anderswo Omas Bienenstich vernascht wurde, brauchte es hier vier Streifenwagen, einen Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug, um die Lage wieder in den Griff zu kriegen. Der Westpfälzer feiert eben anders.
Was genau den Funken zündete, ist noch nicht abschließend geklärt – aber die erste Einschätzung der Polizei lässt tief blicken: Zwei Personen, möglicherweise Nachbarn, gerieten am Sonntagnachmittag im Bereich der Kreuzung Pariser Straße/Rudolf-Breitscheid-Straße in eine handfeste Auseinandersetzung. Handfest im wörtlichen Sinne, denn laut Polizei soll es wechselseitige Körperverletzungen gegeben haben. Beide Seiten also mittendrin statt nur dabei.
Ein aufmerksamer Passant schilderte das Bild vor Ort: Vier Streifenwagen standen bereit, dazu ein Rettungswagen samt Notarztfahrzeug. Das ist in etwa das Aufgebot, das man sich für einen ruhigen Sonntagsnachmittag wünscht – nur eben nicht unter diesen Umständen. Ob die beteiligten Personen auch medizinisch versorgt werden mussten, war gegen 16 Uhr noch unklar. Der Einsatz war zu diesem Zeitpunkt noch nicht beendet, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte.
Was die Natur des Streits betrifft: Nachbarschaftskonflikte kennt jeder – sei es der Laubbläser um sieben Uhr morgens oder die Dauerparkerei vor der eigenen Einfahrt. Dass solche Unstimmigkeiten manchmal eskalieren, ist menschlich. Dass sie vier Streifenwagen nach sich ziehen, ist dann doch eher die Königsklasse des Nachbarschaftsdisputs.
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