Donnerstagmittag, kurz vor zwölf, eigentlich die Zeit, in der man sich in der Pariser Straße gemütlich über die Tageskarte beugt. Doch statt Schnitzel mit Pommes gab’s in einer Gaststätte dort eine Extraportion Chaos – serviert von einem 43-Jährigen, der offenbar beschlossen hatte, dass Smalltalk mit den Fäusten effizienter ist als mit dem Mund.
Zeugen zufolge betrat der Mann das Lokal und fiel sofort auf – allerdings nicht durch Charme. Er redete erst wirr und zusammenhangslos vor sich hin, was in einer Kaiserslauterer Kneipe zur Mittagszeit zwar nicht völlig unüblich ist, aber dieses Mal eine beunruhigende Eigendynamik entwickelte. Denn plötzlich bezichtigte er einen 37-jährigen Gast, ihn bestohlen zu haben, und verpasste ihm ohne weitere Vorwarnung eine Ohrfeige ins Gesicht. Kein Disput, keine Diskussion – einfach zack.
Der 37-Jährige klagte gegenüber der herbeigerufenen Polizei über Schmerzen, blieb aber glücklicherweise ohne weitere Verletzungen. Als die Beamten eintrafen, machte der mutmaßliche Schläger einen alkoholisierten Eindruck – wie betrunken genau, wollte er allerdings nicht verraten und verweigerte den Atemalkoholtest. Eine Entscheidung, die vor Ort vermutlich niemanden überrascht hat.
Für den 43-Jährigen endete der Mittagsausflug mit einem Platzverweis, zudem muss er sich nun wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten. Die Gaststätte selbst dürfte die Mittagsruhe an diesem Tag wohl endgültig abgeschrieben haben.
Einsatzgrund: Körperliche Auseinandersetzung in einer Gaststätte, Pariser Straße, Kaiserslautern
Beteiligte: Polizeidirektion Kaiserslautern, ein 43-jähriger Beschuldigter, ein 37-jähriger Geschädigter
Status: Platzverweis erteilt, Ermittlungen wegen Körperverletzung laufen
Fakt des Tages: Der mutmaßliche Dieb, dem der Diebstahl vorgeworfen wurde, blieb bislang völlig unbekannt – vermutlich, weil es ihn nie gab.