Es war ein ganz normaler Sonntagnachmittag in der Barbarossastadt. Die Sonne schien, Menschen gingen spazieren – und irgendwo in dieser idyllischen Szenerie war ein Mann unterwegs, der offenbar der Meinung war, dass Leinen bei Hunden eher als Dekoration denn als Sicherheitsmaßnahme dienen. Das Ergebnis? Ein 32-jähriger Fußgänger mit verletzter Hand und ein Hundebesitzer, der schneller verschwand als die guten Vorsätze nach Silvester.
Der mysteriöse Gassigeher – 1,85 Meter groß, blond gefärbte Haare, Sonnenbrille und ein knallrotem Hoodie – führte gleich drei Hunde spazieren. Wobei „führen“ hier wohl eher im Sinne von „sich mitziehen lassen“ zu verstehen ist. Denn nur einer der drei Vierbeiner war angeleint. Die anderen beiden? Liefen frei herum, als wären sie in ihrem privaten Hundeparadies und nicht mitten in der Stadt.
Was dann passierte, war so vorhersehbar wie ein Stau am Opel-Kreisel zur Rush-Hour: Einer der nicht angeleinten Hunde biss zu. Das Opfer: ein 32-jähriger Mann, der eigentlich nur friedlich durch die Gegend spazierte und nun mit einer verletzten Hand dastand. Der Hundebesitzer? Versuchte immerhin noch, seinen vierbeinigen Angreifer zu beruhigen – ein Versuch, der etwa so erfolgreich war wie die Parkplatzsuche in der Innenstadt zur Weihnachtszeit.
Dann aber zeigte der Mann in Rot seine wahre Größe: Er machte sich aus dem Staub. Einfach so. Ohne Personalien, ohne Entschuldigung, ohne auch nur den Anstand zu besitzen, sich um sein Opfer zu kümmern. Ein echter Gentleman eben, dieser blonde Phantom-Gassigeher.
Liebe Hundebesitzer der Region: Ein Hund ohne Leine in der Stadt ist wie ein FCK-Fan ohne Meinung – theoretisch möglich, aber höchst unwahrscheinlich und definitiv problematisch. Die Leinenpflicht gibt es nicht, um euch zu ärgern, sondern um genau solche Situationen zu vermeiden. Und falls doch mal was passiert: Einfach abzuhauen ist ungefähr so elegant wie ein Elefant im Porzellanladen.
Die Polizei bittet übrigens alle Zeugen, die den Mann mit der auffälligen Erscheinung gesehen haben, sich zu melden. Wer einen 1,85 Meter großen Blondschopf in knallrotem Hoodie mit drei Hunden gesehen hat, sollte sich bei der örtlichen Polizei melden. Bei der Größe und der Farbkombination sollte er eigentlich schwer zu übersehen gewesen sein – es sei denn, er hat sich im Pfälzerwald versteckt.