Kollweiler (llp) – Während anderswo noch über die korrekte Buchführung sinniert wird, hat man in Kollweiler längst verstanden: Ein Haushaltsminus von 266.511 Euro ist kein Problem, sondern eine Investitionschance. Der Gemeinderat beschloss einstimmig einen Haushalt, der beweist, dass Mathematik und Kommunalpolitik zwei völlig verschiedene Welten sind.
Die über 500 Einwohner zählende Gemeinde plant für 2026 Ausgaben von 1,307 Millionen Euro, denen 1,041 Millionen Euro Einnahmen gegenüberstehen. Doch statt den Rotstift anzusetzen, investiert man munter 226.500 Euro – schließlich muss das Dorf auch in der Schuldenfalle noch hell erleuchtet bleiben. 75.000 Euro fließen allein in die LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Vermutlich hofft man, dass die neuen Lampen so hell strahlen, dass sie auch die schwarzen Zahlen in der Haushaltskasse sichtbar machen.
Besonders bemerkenswert: Während die Steuereinnahmen von 636.600 Euro nicht einmal die Hälfte der Ausgaben decken, sollen weitere 41.500 Euro für Grundstücksbeschaffung und 21.500 Euro für Gemeinschaftsanlagen ausgegeben werden. Gebühren von 192.955 Euro und Zuschüsse von 151.854 Euro sollen das Finanzloch stopfen – wie ein Pflaster auf eine klaffende Wunde. Der Gemeinderat scheint dem Motto zu folgen: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – und wer schon im Minus steht, kann auch gleich die Erleuchtung finanzieren.“
Die Kollweiler Finanzstrategie könnte Schule machen: Bleibt zu hoffen, dass die LED-Beleuchtung wenigstens den Weg zum nächsten Sparkassenberater ausleuchtet.
Exklusiv aus der Westpfalz – Lauter Wahrheiten. Meistens!
Der wahre Kern: Die Gemeinde Kollweiler hat tatsächlich einen Haushalt mit einem Defizit von 266.511 Euro beschlossen und plant gleichzeitig Investitionen von 226.500 Euro, darunter 75.000 Euro für LED-Straßenbeleuchtung.
Die Satire-Einordnung: Die überspitzten Kommentare zur Finanzstrategie und die humorvollen Interpretationen der Haushaltslage sind satirisch überhöht. Die nackten Zahlen entsprechen den offiziellen Angaben, die Bewertung folgt dem satirischen Stil von LauternLife.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)