Es war ein Samstag wie jeder andere in der K-Town-Fußgängerzone: Die Leute schlenderten entspannt zwischen den Geschäften umher, die Fast-Food-Buden bruzzelten vor sich hin – und dann beschloss ein Kamin in einem Mehrfamilienhaus, dass er auch mal wieder im Mittelpunkt stehen wollte. Kurz nach 18 Uhr am 25. April verwandelte sich die normalerweise beschauliche Einkaufsmeile in eine kleine Rauchschwaden-Show.
Was als gemütlicher Feierabend geplant war, endete für die Bewohner des betroffenen Gebäudes mit einer unfreiwilligen Frischluft-Therapie auf der Straße. Der Kamin hatte beschlossen, dass normale Abgase zu langweilig seien und legte eine Sonderschicht ein – mit so viel Rauchentwicklung, dass Feuerwehr und Polizei keine andere Wahl hatten, als das komplette Haus zu evakuieren.
Während die Einsatzkräfte professionell die Lage unter Kontrolle brachten, mussten Teile der Fußgängerzone temporär gesperrt werden. Die Besucher der nahegelegenen Imbissbude erlebten so eine etwas andere Art von „Grill-Atmosphäre“ – allerdings eine, bei der niemand bestellt hatte. Zum Glück blieb es bei einem reinen Sachschaden und alle Personen konnten unverletzt das Gebäude verlassen.
Einsatzgrund: Kaminbrand mit starker Rauchentwicklung
Beteiligte: Feuerwehr Kaiserslautern, Polizei
Schaden: Rund 14.000 Euro
Status: Ursache wird noch ermittelt, alle Personen unverletzt
Fakt des Tages: In der Westpfalz sorgen nicht nur die Grillabende am auf den urbanen Balkonen für Rauchschwaden – manchmal mischen auch die Kamine in der City mit.
Die Ermittlungen zur genauen Brandursache laufen noch. Eines steht aber fest: Der betroffene Kamin wird in nächster Zeit wohl etwas bescheidener auftreten. Immerhin hat er bewiesen, dass auch in der digitalisierten Silicon Woods die gute alte Feuerwehr noch unersetzlich ist – auch wenn ihre Einsätze manchmal etwas rustikaler ausfallen als die High-Tech-Probleme am DFKI.
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