Kaiserslautern (llp) – Experten der Stadtverwaltung zeigen sich verwirrt über einen unerklärlichen Trend beim städtischen Gartenbau: Cannabis-Pflanzen erfreuen sich bei Balkon- und Terrassengärtnern einer nie dagewesenen Beliebtheit. „Wir verstehen das Phänomen nicht“, so ein sichtlich ratloser Sprecher des Grünflächenamts auf Anfrage unserer Redaktion.
Nach internen Dokumenten, die LauternLife exklusiv vorliegen, meldeten sich seit geraumer Zeit über 200 Kaiserslauterer Bürger beim städtischen Garten-Beratungsservice. „Die Leute fragen ständig nach Anbautipps für diese eine Pflanze. Dabei ist sie doch völlig unspektakulär“, erklärt Hobby-Gärtner Werner Müller aus Dansenberg kopfschüttelnd.
Besonders irritiert zeigen sich Gartencenter-Betreiber über die akribische Pflege, mit der Hobbygärtner ihre Cannabis-Exemplare behandeln. „Die Kunden investieren Hunderte Euro in Spezialdünger und LED-Beleuchtung. Für eine Pflanze, die außer grünen Blättern nichts Besonderes bietet“, berichtet Gartencenter-Inhaber Klaus Hoffmann aus der Pariser Straße verwundert.
„Ich verstehe die Aufregung nicht“, so Rentnerin Hildegard Schmidt aus Hohenecken, die ihre Terrasse neuerdings mit drei Cannabis-Pflanzen dekoriert. „Sie riecht zwar etwas streng und die Nachbarn schauen komisch, aber meine Geranien sind definitiv schöner.“
Ein Sprecher der TU Kaiserslautern bestätigte die außergewöhnliche Nachfrage nach Cannabis-Setzlingen. „Wir haben noch nie so viele Anfragen zu einer einzelnen Pflanzenart erhalten. Dabei ist Cannabis weder besonders dekorativ noch hat sie auffällige Blüten wie Rosen oder Tulpen“, erklärt Professor Dr. Hans-Wilhelm Grünspan vom Institut für Botanik.
Besonders unerklärlich erscheint Experten die hohe Investitionsbereitschaft der Hobbygärtner. „Ein Student aus Erzhütten hat 800 Euro für eine Growbox ausgegeben – für eine Pflanze, die er nicht mal essen kann“, berichtet ein Mitarbeiter des örtlichen Baumarkts kopfschüttelnd.
Die Stadtverwaltung kündigte an, eine Expertenkommission einzusetzen, um das rätselhafte Phänomen zu erforschen. „Möglicherweise hat Cannabis ja doch irgendwelche versteckten Eigenschaften, die uns bisher entgangen sind“, so der Sprecher des Grünflächenamts abschließend.
Der wahre Kern: Seit der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 ist der private Anbau von bis zu drei Pflanzen tatsächlich erlaubt und wird von vielen Bürgern in Kaiserslautern genutzt.
Die Satire-Einordnung: Die Darstellung der völligen Ahnungslosigkeit über die Beliebtheit von Cannabis sowie die fiktiven Expertenzitate sind rein satirisch. Selbstverständlich ist allen Beteiligten der wahre Grund für die Popularität der Pflanze bekannt.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Gartentipps ist der lokale Gartenbauverein zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)