Kaiserslautern (llp) – Nur wenige Tage nach der spektakulären Säuberungsaktion durch die Bürgerinitiative ‚Stadt für alle‘ hat die mehrere tausend Euro teure Holzbank in der Kerststraße wieder ihren ursprünglichen Verschmutzungsgrad erreicht. Interne Quellen berichten, dass die Stadt-Krähen die Reinigungsaktion als persönliche Kriegserklärung aufgefasst haben. Ein Bürger und Stammnutzer der Bank war am heutigen Morgen fassungslos, als er dort eine Ruhepause einlegen wollte: „Hergott noch emol, jetzt is die grad schun widder verschiss!“
Nach Angaben des städtischen Ornithologen Dr. Theo Flügelspreiz haben die Vögel eine bemerkenswerte Effizienz an den Tag gelegt. „Die Krähen scheinen die Abwesenheit ihrer gewohnten Kotschicht als existenzielle Bedrohung empfunden zu haben“, erklärt der Experte. „Wir beobachten hier eine bisher unbekannte Form der urbanen Territorialverteidigung.“
Ein Sprecher der Stadtverwaltung bestätigte auf Anfrage, dass man bereits am Tag nach der Bürgersäuberung erste „Reklamationsversuche“ der Vogelgemeinschaft registriert habe. „Die Bank war innerhalb von 72 Stunden wieder in ihrem ursprünglichen Zustand“, so der Sprecher. „Wir prüfen derzeit rechtliche Schritte gegen die Hauptverantwortlichen.“
Die ehrenamtlichen Saubermacher der Initiative ‚Stadt für alle‘ zeigen sich von der Entwicklung wenig überrascht. „Wir hatten bereits befürchtet, dass unsere Reinigungsaktion als Einladung missverstanden werden könnte“, erklärt Projektleiter Hans Schrubbenstein. Die Gruppe plane nun eine 24-Stunden-Überwachung der teuren Sitzgelegenheit.
Besonders pikant: Die Krähen haben offenbar gelernt, ihre Hinterlassenschaften strategisch zu platzieren. „Sie treffen jetzt gezielt die Stellen, die vorher am saubersten waren“, berichtet ein anonymer Zeuge. „Es ist, als hätten sie einen Plan.“
Als Reaktion auf die erneute Verschmutzung erwägt die Stadtverwaltung die Einführung einer speziellen Krähen-Maut. „Jeder Vogel, der unsere Stadtmöbel nutzt, sollte einen angemessenen Beitrag zur Instandhaltung leisten“, so ein Rathaussprecher. Erste Pilotversuche mit winzigen Parkuhren seien bereits in der Testphase.
Die Kosten der ursprünglichen Banksäuberung durch Freiwillige werden mittlerweile auf mehrere Hundert Euro geschätzt – deutlich mehr als eine professionelle Reinigung gekostet hätte. „Aber dafür war es ein wichtiges Zeichen für mehr Bürgerbeteiligung“, betont die Initiative.
Unterdessen haben sich bereits die ersten Nachahmer gemeldet: Eine konkurrierende Krähengruppe aus der Fackelstraße soll Interesse an der Bank gezeigt haben, was Experten als möglichen Beginn eines „Revier-Krieges um Premium-Verschmutzungsplätze“ deuten.
Der wahre Kern: Bürger der Initiative ‚Stadt für alle‘ haben tatsächlich eine stark verschmutzte, mehrere tausend Euro teure Holzbank vor dem Union-Kino in der Kerststraße gereinigt, die hauptsächlich durch Vogelkot verunreinigt war.
Die Satire-Einordnung: Die Zitate von Dr. Flügelspreiz, die strategischen Krähenpläne, die Anti-Vogel-Steuer und die Rund-um-die-Uhr-Bewachung sind rein satirisch und frei erfunden. Ob die Bank bereits wieder verschmutzt ist, wurde nicht überprüft.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)