Kaiserslautern (llp) – Während man im Rathaus noch über die korrekte Lochung der Anträge sinniert, dreht das Fraunhofer ITWM bereits am großen Rad der Zukunft. Diesmal haben die Tüftler aus den Silicon Woods nicht nur virtuelle Reifen entwickelt, sondern gleich eine ganze Firma daraus gemacht: Die VTT – Virtual Tire Technologies GmbH ist geboren. Ein Schelm, wer dabei an die guten alten Zeiten denkt, als ein Reifen noch aus Gummi bestand und man ihn anfassen konnte.
Das Herzstück der neuen Ausgründung ist die Software „CDTire“, die mittlerweile zum Industriestandard für realistische Reifenmodellierung geworden ist. Klingt erst mal trocken wie ein Dubbeglas voll mit „Deidesheimer Nierentritt“, hat aber durchaus seinen Charme: Autohersteller können dank dieser Software ihre Fahrzeuge entwickeln, ohne tausende Prototypen durch die Gegend zu karren oder echte Tests auf Teststrecken zu fahren. Quasi der Traum jedes Controllers – virtuelle Reifen kosten keine Rohstoffe und platzen nie.
Die Nachfrage nach CDTire ist in den letzten Jahren dermaßen gestiegen, dass selbst die fleißigen Forscher am ITWM nicht mehr hinterherkamen. Alla gut, da macht man eben kurzerhand ein eigenes Unternehmen auf. Die VTT soll nun die internationale Expansion vorantreiben und maßgeschneiderte Lösungen für Kunden entwickeln. Direkt betrachtet sieht das schon ziemlich clever aus – während andere noch über Digitalisierung reden, verkaufen unsere Silicon Woods Unternehmer bereits virtuelle Produkte an die Weltkonzerne.
Was besonders bemerkenswert ist: Das Fraunhofer ITWM bleibt weiterhin der Forschungspartner und kümmert sich um die Grundlagenforschung, während die neue VTT sich um die kommerzielle Vermarktung kümmert. Eine klassische Win-Win-Situation – oder wie der moderne Pfälzer sagt: „Des passt wie A…. uff Äämer“.
Die Ausgründung stärkt Deutschlands Position in der digitalen Fahrzeugentwicklung erheblich. Während man anderorts noch diskutiert, ob man für das Homeoffice unbedingt Internet braucht, entwickeln die Teams in Kaiserslautern bereits die Tools, mit denen morgen die Autos der Welt konstruiert werden. Gefühlt so innovativ wie der „LauternLife“ Service „Referat für Bürgerbeschwerden“ – nur im Grunde positiver im Inhalt.
Die Geschichte der VTT ist ein perfektes Beispiel dafür, wie die Silicon Woods funktionieren: Man nimmt solide Forschung, mischt sie mit unternehmerischem Mut und heraus kommt ein Produkt, das die ganze Branche revolutioniert. Während in anderen Regionen noch über Förderanträge gegrübelt wird, schaffen es die Westpfälzer, aus Algorithmen echte Arbeitsplätze zu machen.
Für die Region bedeutet das nicht nur weitere Arbeitsplätze im High-Tech-Sektor, sondern auch eine Bestätigung dafür, dass zwischen Pfälzerwald und Betzenberg Weltklasse-Technologie entstehen kann. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet virtuelle Reifen der nächste große Wurf aus Kaiserslautern werden?
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Der wahre Kern: Das Fraunhofer ITWM hat tatsächlich die VTT – Virtual Tire Technologies GmbH als Spin-off gegründet, um die steigende Nachfrage nach der Reifenmodellierungs-Software „CDTire“ zu bedienen. CDTire ist ein etablierter Industriestandard für realistische Reifensimulation in der Fahrzeugentwicklung.
Die Satire-Einordnung: Die humorvollen Vergleiche mit dem Service für Bürgerbeschwerden, die übertriebenen Pfälzer Ausdrücke und die augenzwinkernden Kommentare zur regionalen Bürokratie sind rein satirisch und frei erfunden. Die grundlegenden Fakten zur Firmengründung entsprechen jedoch der Realität.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)
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