Jeder kennt das Gefühl: Das Video lädt und lädt, das WLAN-Symbol zeigt zwar volle Balken, aber die Daten tröpfeln durch die Leitung wie Dubbeglas-Rest durchs Sieb. In Erlenbach soll das bald der Vergangenheit angehören – zumindest wenn alles nach Plan läuft. Die Stadt Kaiserslautern und das Unternehmen GlasfaserPlus haben am 30. September eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet: 2027 wird im Ortsbezirk Erlenbach Glasfaser bis ins Haus verlegt, rund 1.012 Haushalte sollen davon profitieren.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von mehreren Beteiligten aus Stadt und Unternehmen, darunter Ortsvorsteher Jochen Steiner sowie Vertreter der Stadtverwaltung und von GlasfaserPlus. Das Projekt ist Teil einer größeren Ausbaustrategie: GlasfaserPlus will nach eigenen Angaben bis 2034 bundesweit vier Millionen gigabitfähige Glasfaser-Anschlüsse bauen, vor allem im ländlichen Raum.
Wie läuft das Ganze konkret ab? Hier die wichtigsten Punkte, damit du nicht im Kleingedruckten untergehst:
Der Beigeordnete Manuel Steinbrenner ordnet den Schritt städtebaulich ein: Glasfaser sei die Technologie, die Digitalisierung für alle zugänglich mache, und ein Anschluss werde schon bald so selbstverständlich sein wie Strom und Wasser. Benjamin Roll vom Relationship Management bei GlasfaserPlus bezeichnet Kaiserslautern-Erlenbach als wichtigen Meilenstein auf dem Weg, ländliche sowie klein- und mittelstädtische Räume in Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen.
Wer sich schon jetzt vormerken lassen möchte, kann das laut GlasfaserPlus über die Telekom-Webseite tun. Weitere Details zum konkreten Bauablauf in Erlenbach sollen laut Unternehmen rechtzeitig über gesonderte Veröffentlichungen bekanntgegeben werden – also Augen offenhalten, bevor die Bagger anrücken.
Hinter GlasfaserPlus steht übrigens ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und IFM Investors, einem australischen Fondsverwalter im Eigentum von Pensionskassen, der weltweit Pensionsgelder in Infrastrukturprojekte investiert. Für den Ausbau in Erlenbach hat die Telekom verbindlich angekündigt, das Netz von GlasfaserPlus zu nutzen – das Kabel wird also gebaut, die Vermarktung übernimmt dann der bekannte rosa Riese.
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Für Erlenbach heißt es also: abwarten, Infos im Blick behalten und rechtzeitig buchen, wenn der Bautrupp in Sichtweite kommt. Bis dahin bleibt nur, geduldig zu sein – so wie beim Warten auf die Schorle, die der Nachbar noch mischen muss.