Kaiserslautern (llp) – Der Aufbau des gigantischen Zirkuszelts von Circus Krone auf dem Messplatz hat nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen Dimensionen erreicht, die eine offizielle Neubewertung der städtischen Gemarkungsgrenzen zur Folge haben könnten. Wie die Vermessungsabteilung der Stadtverwaltung auf Anfrage bestätigte, überschreitet die temporäre Zeltstadt bereits jetzt die Mindestanforderungen für eine eigenständige Ortschaft nach rheinland-pfälzischem Gemeinderecht.
Zirkusdirektor Martin Lacey jr., der derzeit die umfangreichen Aufbauarbeiten überwacht, zeigte sich von der bürokratischen Entwicklung wenig überrascht. „Wir haben schon in kleineren Gemeinden gastiert“, erklärte er gegenüber LauternLife. „Wenn die Stadt Kaiserslautern uns offiziell als Stadtteil anerkennt, könnten wir durchaus über eine dauerhafte Niederlassung nachdenken.“
Das Einwohnermeldeamt hat bereits vorsorglich entsprechende Formulare für eine mögliche Ummeldung der Zirkusartisten und Tierpfleger vorbereitet. „Die Elefanten stellen uns vor besondere Herausforderungen“, so ein Sprecher der Meldebehörde. „Wir müssen klären, ob sie als Haustiere oder als landwirtschaftliche Nutztiere registriert werden sollen.“
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes weist der Messplatz während der Aufbauphase eine höhere Bevölkerungsdichte auf als manche Ortsgemeinden im Landkreis Kaiserslautern. „Wenn man die Zirkusfamilien, das technische Personal und die Tiere zusammenrechnet, kommen wir auf etwa 200 Einwohner pro Hektar“, bestätigte ein Verwaltungsexperte. „Das ist mehr als in Teilen von Mölschbach.“
Die Stadtwerke haben bereits Überlegungen angestellt, eine permanente Wasser- und Stromversorgung für den neu entstehenden „Stadtteil Zirkusplatz“ zu installieren. „Die aktuelle Notstromversorgung ist auf Dauer nicht nachhaltig“, erklärte ein Sprecher des kommunalen Energieversorgers.
Das Tiefbauamt prüft unterdessen die Einrichtung einer eigenen Haltestelle der Stadtbuslinie am Zelteingang. „Linie 101 könnte um eine Station ‚Zirkus Krone‘ erweitert werden“, heißt es aus informierten Kreisen. Auch die Müllabfuhr hat bereits entsprechende Kapazitäten eingeplant, nachdem erste Schätzungen ergaben, dass eine Zirkusvorstellung mehr Abfall produziert als ein durchschnittlicher Wochenmarkt.
Die Polizeiinspektion Kaiserslautern bestätigte, dass für die Dauer des Zirkusaufenthalts ein eigener Bezirksbeamter für den Messplatz abgestellt werden könnte. „Wo Menschen zusammenleben, braucht es auch entsprechende Ordnungsstrukturen“, so ein Sprecher der Behörde.
Direktor Lacey jr. zeigte sich optimistisch bezüglich einer dauerhaften Integration in die Stadtgemeinschaft: „Unsere Löwen sind bereits vollständig integriert. Sie haben sich an die Lautstärke der Alkoholkunden der gegenüberliegenden Tankstelle gewöhnt.“
Der wahre Kern: Circus Krone baut tatsächlich ein großes Zelt auf dem Messplatz in Kaiserslautern auf, wie von Direktor Martin Lacey jr. überwacht wird. Der Aufbau markiert den Beginn der Zirkusveranstaltungen in der Stadt.
Die Satire-Einordnung: Die Behauptungen über eine mögliche Eingemeindung, Ummeldungen von Zirkusartisten, Buslinien-Erweiterungen und die Ernennung eines Bezirksbeamten für den Zirkus sind rein satirisch und frei erfunden. Auch die Zitate der Stadtverwaltung und die bürokratischen Überlegungen entstammen ausschließlich der kreativen Feder von LauternLife.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)