Kaiserslautern (llp) – Die Stadtverwaltung Kaiserslautern hat die seit 2013 andauernde Viadukt-Baustelle an der Trippstadter Straße nun offiziell als archäologische Ausgrabungsstätte deklariert. Nach Angaben eines Sprechers der Bauverwaltung seien während der 13-jährigen Bauphase so viele historische Schichten freigelegt worden, dass eine wissenschaftliche Dokumentation unumgänglich geworden sei.
„Wir haben mittlerweile drei Generationen von Bauarbeitern dokumentiert, die an diesem Projekt gearbeitet haben“, erklärte Dr. Heinrich Spatenstich vom neu gegründeten Institut für Baustellenarchäologie der RPTU. „Die oberste Schicht stammt aus dem Jahr 2013, darunter finden sich Relikte aus verschiedenen Sanierungsversuchen und ganz unten sogar noch Originalsteine aus der Römerzeit.“
Die Baustelle gilt inzwischen als touristisches Highlight der Stadt. Busladungen von Geschichtsstudenten aus ganz Deutschland pilgern regelmäßig zu dem Viadukt, um die perfekte Konservierung einer deutschen Baustelle des frühen 21. Jahrhunderts zu bestaunen.
Während der für August oder September angekündigten Wiedereröffnung für den Verkehr sollen Fußgänger einen Sonderstatus als „Citizen Scientists“ erhalten. Sie dürfen weiterhin die Baustelle passieren und dabei wissenschaftliche Beobachtungen zur Erosion von Absperrbändern und zur Metamorphose von Bauzäunen dokumentieren.
„Es ist schon bemerkenswert, wie sich Warnbaken über 13 Jahre hinweg zu eigenständigen Kunstobjekten entwickeln“, schwärmte Kulturamtsleiterin Zoé Martinee bei der gestrigen Pressekonferenz. „Manche Absperrungen sind mittlerweile so verwittert, dass sie selbst denkmalschutzwürdig geworden sind.“
Die UNESCO hat bereits angekündigt, die Viadukt-Baustelle für den Status als Weltkulturerbe zu prüfen. „Nirgendwo auf der Welt ist die Kunst des kontinuierlichen Nicht-Fertigwerdens so perfektioniert worden wie hier“, lobte ein Sprecher der Organisation. „Das ist gelebte Nachhaltigkeit im Bauwesen.“
Oberbürgermeister a.D. Klaus Weichensteller schlägt vor, die ursprünglich für die Sanierung eingeplanten Kosten nun vollständig in die Errichtung eines Besucherzentrums zu investieren. „Wer braucht schon eine funktionierende Straße, wenn man stattdessen ein lebendiges Denkmal deutschen Ingenieursgeistes haben kann“, so Weichensteller.
Nach Informationen aus dem Rathaus sollen die Bauarbeiten pünktlich zur 800-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2076 symbolisch beendet werden.
Der wahre Kern: Die Viadukt-Baustelle an der Trippstadter Straße in Kaiserslautern dauert tatsächlich bereits seit 13 Jahren an. Laut Rheinpfalz-Bericht soll die Straße voraussichtlich im August oder September wieder vollständig befahrbar sein. Derzeit ist sie nur für Fußgänger passierbar.
Die Satire-Einordnung: Die Erklärung zur archäologischen Ausgrabungsstätte, die Zitate von Experten und Amtsträgern, sowie die UNESCO-Prüfung sind rein satirisch und frei erfunden. Die absurden Zeitprognosen und die Umwidmung zum Weltkulturerbe entstammen der LauternLife-Fantasie.
Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Informationen zur Baustelle konsultiert man am besten die Stadtverwaltung oder die örtliche Presse. (lal)