25. April 2026

Bürgercenter führt Fototerminals ein: Lächeln ab sofort strafbar

Kaiserslautern (llp) – Die Stadtverwaltung hat im Bürgercenter hochmoderne Fototerminals installiert, die eine revolutionäre Neuerung mit sich bringen: Bürger können nun endlich selbst ihre Passbilder aufnehmen, allerdings nur unter strengsten Auflagen. Ein internes Rundschreiben bestätigt, dass Lächeln während des Fotovorgangs als Ordnungswidrigkeit geahndet wird.

Digitale Pflicht sorgt für analoge Verwirrung

Seit Mai 2025 müssen Passfotos für sämtliche Dokumente digital eingereicht werden. Gedruckte Papierbilder gehören der Vergangenheit an – eine Maßnahme, die nach Angaben der Verwaltung die Bearbeitungszeit von durchschnittlich sechs Wochen auf fünf Wochen und vier Tage reduzieren soll. „Wir sind stolz darauf, endlich im 21. Jahrhundert angekommen zu sein“, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung auf Anfrage.

Die neuen Fototerminals im Bürgercenter ermöglichen es den Bürgern grundsätzlich, ihre Aufnahmen selbst zu erstellen. Allerdings hat die Verwaltung eine umfangreiche Liste von Ausnahmen erstellt, bei denen ein Besuch im professionellen Fotostudio zwingend erforderlich ist.

Wann das Fotostudio zur Pflicht wird

Wie aus vertraulichen Unterlagen hervorgeht, müssen Bürger einen Fotografen aufsuchen, wenn sie:

  • Mehr als zwei Augen besitzen
  • Ihre Ohren nicht symmetrisch am Kopf angebracht haben
  • Während der Aufnahme spontan niesen müssen
  • Bereits dreimal erfolglos versucht haben, ernst zu schauen
  • Eine Körpergröße unter 1,20 Meter oder über 2,10 Meter aufweisen

„Diese Regelungen dienen der Qualitätssicherung und dem Schutz unserer teuren Geräte“, so der Leiter der Abteilung für bürgerfremde Angelegenheiten. Die Terminals seien zwar hochmodern, aber gegen unvorhergesehene menschliche Verhaltensweisen nicht ausreichend gewappnet.

Bürger reagieren mit gemischten Gefühlen

Die ersten Nutzer zeigen sich begeistert von der Innovation. „Endlich kann ich mein Passbild so oft wiederholen, bis ich aussehe wie jemand, der definitiv nicht aus Kaiserslautern kommt“, freut sich eine Bürgerin. Ein pensionierter Beamter hingegen kritisiert: „Früher hat man einfach sein Gesicht in die Kamera gehalten, heute muss man erst einen Kurs über digitale Bildbearbeitung absolvieren.“

Besonders die Anweisung „Bitte nicht lächeln“ sorgt für Verwirrung. Die Verwaltung begründet dies mit technischen Beschränkungen: Die Gesichtserkennungssoftware könne positive Emotionen nicht verarbeiten und interpretiere Lächeln als Systemfehler.

Zukunftspläne der Digitalisierung

Als nächster Schritt plant die Stadtverwaltung die Einführung von Sprachassistenten an den Fototerminals. Diese sollen den Bürgern mit Sätzen wie „Schauen Sie ernster“ oder „Ihre Frisur entspricht nicht den biometrischen Standards“ behilflich sein.

Ein Experte für digitale Verwaltungsprozesse zeigt sich skeptisch: „Man kann eine Stadt nicht digitalisieren, indem man analoge Probleme durch digitale Probleme ersetzt.“ Die Stadtverwaltung weist diese Kritik entschieden zurück und verweist auf die erfolgreiche Implementierung des Online-Terminbuchungssystems, das nach nur drei Jahren Entwicklungszeit fast fehlerfrei funktioniere.

Quellen

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Die Fakten-Box: Was an dieser Meldung aus der Westpfalz wirklich wahr ist

Der wahre Kern: Im Bürgercenter Kaiserslautern wurden tatsächlich neue Fototerminals eingerichtet. Seit Mai 2025 müssen Passbilder für verschiedene Dokumente digital eingereicht werden, gedruckte Papierbilder werden nicht mehr akzeptiert.

Die Satire-Einordnung: Die Ordnungswidrigkeit für Lächeln, die absurden Ausnahmeregeln und die Zitate der Verwaltungssprecher sind rein satirisch und frei erfunden. Die tatsächlichen Bedingungen für die Nutzung der Fototerminals sind deutlich weniger spektakulär.

Hinweis: Satire darf alles, außer langweilen. Für echte Beschwerden ist der Service für Bürgerbeschwerden zuständig, für den Humor ausschließlich LauternLife. (lal)

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